U - Qinetik Lebens- und Raumoptimierung

Qinetik
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Blog > Enzyklopädisches

A     B     C     D     E     F     G     H     IJ     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     XY     Z


Ursache und Wirkung


"Aus der Tatsache, dass man für ein bestimmtes Ereignis noch keine Ursache gefunden hat, kann doch unmöglich gefolgert werden, dass es auch keine Ursache gibt. Ich würde daraus nur schließen, dass hier noch eine ungelöste Aufgabe vorliegt."
(Zitat aus einem Gespräch zwischen Grete Hermann, C.F.v.Weizsäcker und Werner Heisenberg)

Es ist oft nicht einfach zu sehen, dass eine Wirkung auch eine Ursache hat und eigentlich ist die Kausalkette Ursache > Wirkung ja ganz simpel. Möchte man die Wirkung ändern, ändert man einfach die Ursache und fertig.

Versucht man dagegen die Wirkung zu ändern ohne etwas an der Ursache zu tun, bleibt das - zumindest in dem uns bekannten Teil der Universen - meistens ziemlich erfolglos.

Warum ersucht man einen Feng Shui-Berater um Rat. Ist es – ein völlig banales Beispiel – weil man Beziehungsprobleme hat und diese oft schon verfahrene Situation mit Hilfe eines Fachkundigen in den Griff bekommen will oder ist es vielmehr so, dass man in einer erfüllenden Partnerschaft steht und rückwirkend betrachtet, die Voraussetzungen für eine derartige Beziehung schaffen möchte.

Wenn man die Zeit als relativ und reversibel betrachtet, was ist die Ursache, was die Wirkung?

Die naive Sicherheit, dass die geistigen Abbilder der Realität diese treulich wiedergeben, wird uns schon von Platon durch seinen durch das Höhlengleichnis verdeutlichten Standpunkt, dass wir nicht wissen können, wie die Dinge wirklich sind, entrissen.

Genau betrachtet kann man sowohl die Ursache als auch die Wirkung mit dem Taiji vergleichen. Jedes der Beiden trägt den Keim des Anderen in sich und sie sind untrennbar miteinander liiert. Die Wirkung ist gleichzeitig auch die Ursache einer Wirkung, die wiederum Ursache einer neuen Wirkung ist und die Ursache ist Wirkung einer vorangegangenen Ursache (um bei unserer klassischen Zeitbetrachtung zu bleiben), die, no na, Wirkung einer weiteren Ursache ist.

In der klassischen dreidimensionalen Mechanik ist die Kausalität unabdingbar. Jedoch bereits die Relativitätstheorie hat unseren Begriff der absoluten Zeit ins Wanken gebracht.
In Abhängigkeit der Geschwindigkeit hat jeder Beobachter sein eigenes Zeitmaß.

In unserer persönlichen und individuellen "Systemzeit" gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen Vorwärts- und Rückwärtsrichtung. Für Individuen als ein offenes und sich in Bewegung befindliches System ist diese Zeit auch entwicklungslogisch bedingt und erst dadurch wird Strukturbildung und Entwicklung möglich. (Georg Feuser)

Die Naturgesetze jedoch unterscheiden nicht zwischen Vergangenheit und Zukunft. Diese Gesetze, die das Verhalten der Materie in allen normalen Situationen bestimmen, bleiben unverändert.

Bei dem Versuch, die Gravitation mit der Quantenmechanik zu vereinen, musste das Konzept der "imaginären" Zeit eingeführt werden … in der es keinen bedeutenden Unterschied zwischen der Vorwärts- und der Rückwärtsrichtung der Zeit gibt.

Wenn man annimmt, dass jedem Teilchen die grundlegende Struktur des Ganzen innewohnt, kann man ebenso getrost davon ausgehen, dass auch die gesamte Zeitpalette von vorwärts bis rückwärts in diesem Teilchen verankert ist, was wiederum die Ursache-Wirkungs-Kausalität relativiert.

Der sich daraus ergebenden Schlussfolgerung der Determinierung wiederum kann man nur durch die Viel-Welten-Theorie einigermaßen zufriedenstellend begegnen und sich weiterhin als freies selbstbestimmtes Wesen wähnen, wobei ich befürchte, dass das in diesem Fall auch nur bedingt der Fall sein dürfte.

 



 
.
 

A     B     C     D     E     F     G     H     IJ     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     XY     Z

 
 
 
 © 2009 - 2015    Robert Netik
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü