V - Qinetik Lebens- und Raumoptimierung

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Vakuumfluktuation
oder: von der Vergangenheit des Zeitbeginns


Welche Vergangenheit sollte etwas haben, das soeben angefangen hat zu existieren. Von Null auf Hundert in einem Zeitraum, in dem ein Augenblick als unendlich gilt.

Das "Nichts" ist als mathematischer Begriff nicht existent, wohl aber die Null, wobei auch die leere Menge ein Behältnis ist, das zwar nichts enthält, auf dem sich aber andere Mengen aufbauen lassen.
Laut Martin Heidegger ist das "Nichts" auch die philosophische Beschreibung einer existentiellen Erfahrung und wird in einer Weise beschrieben, als hätte das Nichts eine gewisse Entität.

"Von Nichts kommt nichts" ist eine über viele Jahrhunderte verfestigte Moral und es ist auch eine gewagte These, dass eine Bewegung aus dem Nichts kommen kann. Trotzdem wurde eine derartige Bewegung bereits 1958 von Marcus Spaarnay experimentell bestätigt.
Diese Bewegung, der Casimir-Effekt, beruht auf der Tatsache, dass das Vakuum ein Raum voller virtueller Teilchen ist, die aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation kurzfristig aus dem Vakuum erzeugt werden.

Derartige Vakuum- oder auch Nullpunktfluktuationen sind aus Materie und Antimaterie bestehende Teilchenpaare, die in der Quantenfeldtheorie aus dem Vakuum, einem supersymmetrischen Zustand des "Nichts" entstehen und sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne (exakt gemessen sind es 10-27 Sekunden), einem symmetrischen Kommunikationsprozess gleich, gegenseitig eliminieren.

Die Existenz oder Nichtexistenz des Einen bedingt die Existenz oder Nichtexistenz des Anderen.

Aus Gründen die die Physik (noch) nicht schlüssig beantworten kann, sei es nun Gottes Wille, eine spontane Symmetriebrechung oder pure Schlamperei, brachte eine Asymmetrie Sand in das Getriebe dieses ausgeglichenen Null-Zustandes, das Vakuum inflationierte, die Teilchen-Paare wurden mit hoher Geschwindigkeit auseinander gerissen und das symmetrische Gehen und Vergehen der virtuellen Materieteilchen kollabierte.

Die Inflation des Zustandes erfolgte schneller als es der Materie gelang sich in der Wechselwirkung auszulöschen.
Das Ergebnis dieser gewaltsamen Trennung ist uns allen bekannt:
es ist unser Universum, bzw. unsere Universen.

 























"Aber das Leben ist traurig und feierlich. Wir werden in eine wunderschöne Welt gelassen, treffen uns hier, stellen uns einander vor - und gehen zusammen ein Weilchen weiter. Dann verlieren wir einander und verschwinden ebenso plötzlich und unerklärlich, wie wir gekommen sind."

aus Jostein Gaarder: Sofies Welt

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