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Zen


Vom Sanskritwort Dhyana mit "Meditativer Versenkung" abgeleitet, wird Zen vielerorts auch als Meditations-Buddhismus bezeichnet. Frei von Gedanken und frei vom Ego ist es eine Erfahrung der reinen Beobachtung, eine Erkenntnis der absoluten Realität (Satori).

Im Zustand dieser inneren Befreiung haben Fragen nach dem Sinn und den Ursachen keine Bedeutung mehr und die eigene Existenz kann wertfrei und vorbehaltlos angenommen werden.

Eine über 1000 Jahre alte Beschreibung der Charakteristika des Zen lautet:
  Eine besondere Überlieferung außerhalb der Schriften,
  unabhängig von Wort und Schriftzeichen,
  unmittelbar des Menschen Herz zeigen,
  die eigene Natur schauen und Buddha werden.

Wir sind unentwegt damit beschäftigt unser Ego zu füttern und die Illusion des eigenen "Ich" aufrecht zu halten.

Das und die Anhaftung an weltliche Illusionen, wie Objekte, Ansichten und (ver)-urteilende Vorstellungen die durch Hass, Gier und Verblendung verursacht werden, bedingt den leidvollen Kreislauf des Werdens und Vergehens (Samsara).

Durch die Vergänglichkeit der Objekte dieser Anhaftung wird – so die Übung des Loslassens nicht oder nur unzureichend gelingt – dem Unbefriedigt-Sein noch der Schmerz und das Leid der Enttäuschung hinzugefügt.

Zen ist im Augenblick und ohne Ziel, es ist ein wegloser Weg auf dem Suchenden nichts angeboten wird - er kann aber auch alles beinhalten.
Zen vermittelt einerseits weder Lehren noch Antworten, aber andererseits offenbaren sich im Zen die kompletten Universen mit allem Drum und Dran.

Durch die Aufhebung der Trennung von Innenwelt und Außenwelt wird ein vollkommener Zustand der Zeitlosigkeit und kosmischer Verbundenheit erreicht.

Es ist ein Zustand ohne Referenzpunkte in absoluter Absichtslosigkeit in dem nichts zu tun, nichts zu erreichen und nichts zu besitzen ist.

Die Herausforderung das ichbezogene Denken und somit das Selbst aufzugeben macht den Weg des Zen zu einer der schwierigsten Reisen zu denen man sich entschließen kann, bei dem die Erfahrung des Weges als eigentliches Ziel eine völlig neue Dimension der Qualität gewinnt.

In alten Schriften (Eihei Dōgen Kigen: Shōbōgenzō) wird dieses "Nicht-Denken", dieses bedingungslose Verschmelzen von Welle und Teilchen beschrieben:
  "Den Weg zu studieren heißt sich selbst zu studieren, 
  sich selbst zu studieren heißt sich selbst vergessen. 
  Sich selbst zu vergessen bedeutet eins zu werden mit allen Existenzen."

 
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Zufall


Beim Zufall handelt es sich um die Wandlung einer Ausgangssituation in eine von mehreren möglichen Endsituationen.

Es ist keine Ursache für das Zustandekommen dieses einen Ergebnisses erkennbar und der Ausgang dieser Wandlung entzieht sich einer Reproduzierbarkeit und somit einer kausalen Erklärbarkeit.

Bei einem Zufall kann man nicht von einem speziellen Einzelereignis auf das Allgemeine oder Gesetzmäßige schließen, ist also die Unmöglichkeit, unfehlbar zu induzieren.

Bei einem Zufall vom Intdeterminismus zu sprechen wäre trotzdem voreilig. Wir sind nur nicht in der Lage, alle Voraussetzungen für das durch einen "Zufall" entstehende Ergebnis zu erkennen und zu erfassen.

 













Die Kalligrafie des Kreises
(Ensō, das Zeichen des Zen)
verkörpert Leerheit und Vollendung.

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